GGL drängt auf flexiblere Regeln und schnellere Eingriffe gegen unlizenzierte Online-Glücksspiele
Geschrieben von Noah Frank · 25.9.2026

GGL drängt auf flexiblere Regeln und schnellere Eingriffe gegen unlizenzierte Online-Glücksspiele

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat während der laufenden Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) mehr Flexibilität sowie raschere Handlungsbefugnisse gegen nicht lizenzierte Online-Glücksspielanbieter gefordert, und Ronald Benter als Vorstandsmitglied der Behörde erklärte, dass detaillierte Vertragsvorgaben die Durchsetzung selbst dann verzögern, wenn die Länder Änderungen vereinbaren, weil Marktentwicklungen das bestehende Regelwerk überholen.
Hintergründe zur Überprüfung des GlüStV 2021
Der GlüStV 2021 bildet seit seinem Inkrafttreten die rechtliche Grundlage für die Regulierung von Glücksspielen in Deutschland, doch die GGL beobachtet, dass starre Bestimmungen die Anpassung an neue Marktgegebenheiten erschweren, während die Behörde in mehreren Bundesländern bereits Verbote und Kontrollen koordiniert. Experten haben festgestellt, dass der Vertrag zwar klare Lizenzverfahren und Spielerschutzmaßnahmen vorsieht, die Umsetzung jedoch durch detaillierte Vorgaben verlangsamt wird, und Beobachter notieren, dass dies besonders bei grenzüberschreitenden oder digitalen Angeboten zu Herausforderungen führt. Die aktuelle Überprüfung zielt darauf ab, diese Aspekte zu adressieren, und die GGL hat in diesem Prozess ihre Position deutlich gemacht, indem sie auf die Notwendigkeit schnellerer Reaktionsmöglichkeiten hinweist.
Die Position der GGL und Aussagen von Ronald Benter
Ronald Benter hat betont, dass die GGL in Fällen, in denen alle Länder übereinstimmen, dennoch auf detaillierte Änderungen im Vertrag warten muss, was zu Verzögerungen führt, während sich die Marktsituation rasch verändert, und die Behörde deshalb eine flexiblere Struktur vorschlägt, die es ermöglicht, auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren, ohne jedes Mal eine umfassende Vertragsänderung durchlaufen zu müssen. Daten aus den Aktivitäten der GGL zeigen, dass die Behörde bereits zahlreiche Verbotsverfahren eingeleitet hat, und diese Zahlen verdeutlichen den Bedarf an beschleunigten Verfahren, wobei die Behörde auf offizielle Berichte verweist, die ihre laufenden Bemühungen dokumentieren. GGL-Aktivitätsdaten belegen zudem, dass die Anzahl lizenzierter Anbieter zunimmt, während gleichzeitig illegale Angebote weiterhin aktiv bleiben.
Der Großfall in Frankfurt und seine Bedeutung
Parallel zu diesen Forderungen läuft in Frankfurt eine umfangreiche Untersuchung gegen einen mutmaßlich unlizenzierten Betreiber, der zwischen 2021 und 2023 etwa 5,86 Milliarden Euro an Einsätzen verarbeitet haben soll, und die Behörden haben dabei erhebliche Vermögenswerte beschlagnahmt, was die Dringlichkeit der GGL-Forderungen unterstreicht. Die Ermittlungen decken auf, wie solche Operationen über längere Zeiträume hinweg agieren konnten, und die GGL nutzt diesen Fall als Beispiel dafür, dass schnellere Eingriffsmöglichkeiten notwendig sind, um ähnliche Strukturen künftig früher zu unterbinden. Behördenberichte geben an, dass die beschlagnahmten Vermögenswerte die Dimension der illegalen Aktivitäten verdeutlichen, und die laufende Überprüfung des GlüStV 2021 soll auch hier Abhilfe schaffen.

Auswirkungen auf die zukünftige Regulierung
Die Forderungen der GGL fallen in eine Phase, in der die Überprüfung des GlüStV 2021 voranschreitet, und die Behörde schlägt vor, dass künftige Regelungen mehr Spielraum für schnelle Entscheidungen bieten sollen, während die Länder gleichzeitig die Kontrolle behalten. Beobachter haben festgestellt, dass solche Anpassungen die Effizienz der Aufsicht steigern könnten, und die GGL hat bereits erste Schritte unternommen, um ihre Position in den Verhandlungen zu stärken. Im September 2026 werden weitere Beratungen erwartet, die auf diesen Erkenntnissen aufbauen, und die Behörde plant, ihre Erfahrungen aus laufenden Verfahren in die Diskussion einzubringen.
Schlussfolgerung
Die GGL hat mit ihrer Forderung nach größerer Flexibilität und schnelleren Befugnissen einen klaren Impuls für die Überarbeitung des GlüStV 2021 gesetzt, und der Frankfurter Ermittlungsfall zeigt, wie relevant diese Anpassungen sind, während die laufenden Aktivitäten der Behörde belegen, dass der Markt weiterhin Dynamik zeigt. Die Entwicklungen bleiben eng mit den Ergebnissen der Vertragsüberprüfung verbunden, und die GGL wird ihre Bemühungen fortsetzen, um die Regulierung an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen.